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Am 24.07.2010 fand auf dem Gelände der "Neuen" und der "Alten" Münsterbauhütte unser Tag der offenen Türen statt. Mit attraktiven handwerklichen Aktionen begeisterte das spezielle Kinderprogramm  unsere jüngsten Besucher  zum Mitmachen. Aber auch die Erwachsenen kamen nicht zu kurz. Sie konnten in der Steinmetzwerkstatt, dem Museum und bei diversen Filmvorführungen einen Einblick in die Arbeiten der Münsterbauhütte erlangen.

 

 

 

 

 


 

Ebenfalls am 24.07.2010 fand die Wiedereröffnung der "Alten Münsterbauhütte" statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Die aktuellen Arbeitsdokumentationen

 

 

Die Arbeitsdokumentationen 2008 und 2009 stehen jetzt auch zum Download als pdf-Datei ( je ca. 10 MB) zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 


 

 

 


 

 

 

Aktuelle Presse

 

 

Turmbaustelle

 

Konradsblatt baut mit

 

Vom „Himmelbett für Tauben“, sang Herbert Grönemeyer in „Bochum“. Das gibt es nicht nur im Ruhrgebiet, auch Freiburg hat eines. Noch, jedenfalls. Es ist ein Eichenbalken, ganz oben im Münster, unter der Spitze. Er ist etwa zwei Meter lang, hat 20 mal 20 Zentimeter im Umfang. „Auf ihm haben sich immer die Tauben ausgeruht“, sagt Thomas Laubscher, der Projektleiter der Turmrenovierung. So sieht das Holz jetzt auch aus: Völlig verdreckt von den Hinterlassenschaften der Vögel. Deshalb habe man das gute Stück aus dem Jahr 1741 erst mal gereinigt. Außerdem müsse noch der Holzrestaurator kommen, erzählt Laubscher. Ein neues Feld für die Leute am Münsterturm, sagt Laubscher. „Bisher haben wir nur Stein und Eisen restauriert, jetzt kommt noch Holz dazu.“ Wenn das erledigt sei, würden sich die Steinmetze der Münsterbauhütte überlegen, wie der Balken in Zukunft geschützt werden kann. Wenn alles erledigt ist, werden die Restauratoren zwar mit ihrer Arbeit zufrieden sein. Von den Tauben können sie dann aber keinen Applaus erwarten: Die müssen sich für ihre traumhafte Aussicht über Freiburg ein anderes Plätzchen suchen.

 

 

 

Thomas Arzner  

 

(Konradsblatt, August 2010)

 


 

 

Dokumentarfilm zur Turmhelmsanierung

 

Unter diesem Link finden Sie Ausschnitte des Films von Stefan Ganter...

 

 


 

 

In der letzten außerordentlichen Mitgliederversammlung am 24.6.2009 wurde das Präsidium neu besetzt.

 

Das neue Präsidium wählte am 7. Juli einen neuen Vorstand. Nachfolgend die neuen Mitglieder des Präsidiums und des Vorstandes:

 

Vorstand:

Vorsitzender:              Dr. Sven von Ungern-Sternberg

Stellvertreterin:           Martina Feierling-Rombach

Schatzmeister:            Horst Kary

Dompfarrer:                 Claudius Stoffel

 

 

Präsidium:

Ehrenvorsitzender:     Erzbischof Dr. Robert Zollitsch

 

Gewählte Mitglieder:

Veit Baudler, Anton Bauhofer, Wulf Daseking, Prof. Dr. Helmut Engler,

Constanze Ganter, Ilka von Gleichenstein, Eberhard Grether, Andrea Haufe, Christian Himmelsbach, Prof. Dr. Hans-Hubert, Elisabeth von Kageneck, Peter Kalchthaler, Johannes Koch, Guido Kremp, Jan Kühle, Bernhard Kühn, Otto Neideck, Hans-Jörg Sandler, Heinz Schäfer, Wolfgang Schillinger, Prof. Dr. Volker-Michael Strocka, Dr. Jörg Vogel

 

Mitglieder kraft Amt:

Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon, Regierungspräsident Julian Würtenberger, Domprobst Prof. Paul Wehrle, Generalvikar Fridolin Keck, Edith Beck, Prof. Dr. Bernhard Laule

 


 

 

Protokoll der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 24.06.09

 

 


 

In der Zeit vom 01.05.– 30.10.2010 bietet der Schwarzwaldverein St. Märgen in der Klosterkirche Führungen an. Die Führungen finden immer mittwochs um 17.30 h statt und dauern ca. 1,5 Stunden. Sie sind kostenfrei. Es werden Spenden erbeten, die in diesem Jahr komplett dem Freiburger Münster zugute kommen!

Für Sonderführungen können Sie sich gern an Herrn Simon, Tel. 07669/293 wenden. 

 

 


 

 

Protokoll der Mitgliederversammlung vom 3.12.2008

 

 


 

 

 

 

Artikel über das Freiburger Münster

 

Interview mit der Münsterbaumeisterin Yvonne Faller

 

 

-erschienen in der Zeitschrift  "Monumente" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

 

 

 

 

 


 

 

 

Sanierung der Turmpyramide des Westturmes des Freiburger Münsters

 

Historische und Kunsthistorische Bedeutung des Turmes

 

Seit ca. 700 Jahren prägt der Turm des Freiburger Münsters das Bild der Stadt. Vor den Ausläufern des Schwarzwaldes hoch aufragend, ist er Mittelpunkt der ganzen Region. Das Jakob Burckhardt zugeschriebene Zitat vom „schönsten Turm der Christenheit“ haftet zu recht an ihm wie ein Beiname.

 

Das Münster selbst wurde in romanischem Stil begonnen, und zeitgemäß in gotischem weitergebaut und vollendet.

Zeitgleich mit dem Langhaus begann man um 1270 bereits mit dem Turm, der sich jedoch nicht aus der Westfassade heraus nach oben entwickelt, sondern dreiseitig freigestellt vor der Westwand stand.

Meisterlich wird der quadratische Sockel ab der Sterngalerie (37 m) in ein Oktogon umgewandelt, das sich  zur offenen Halle entwickelt, die Wind und Wetter ausgesetzt ist, und keine Funktion, keine Nutzung hat, sondern nur zeichenhaftes Gebilde ist.

Die Idee der aufgelösten, entmaterialisierten Baustruktur wird durch den sich nach oben anschließenden , 46 m hohen Turmhelm im wahrsten Sinne des Wortes auf die Spitze getrieben.

Bereits 1330 war der Turm fertig gestellt, der einzige gotische Turm, der noch im Mittelalter errichtet wurde.

Hier am Freiburger Turm fand das Bestreben der Gotik nach Auflösung der Wand seinen Höhepunkt. Diese Konstruktion wurde in Ihrer Schönheit von keinem Nachahmer wieder erreicht.

Die filigrane, transparente Skelett- und Maßwerkkonstruktion die sich bis auf eine Höhe von 116 m erhebt, ist den schädlichen Witterungseinflüssen in extremem Maß ausgesetzt.

Die vielfach gegliederte Sandsteinskulptur bietet große Angriffsflächen für Wind und (sauren) Regen.

Diese Verwitterungserscheinungen führten dazu, dass sich während einer regnerischen und windigen Nacht im Juni 2005 aus der untersten Etage der Turmpyramide eine Maßwerkteil löste und auf die hölzerne Plattform stürzte.

Die daraufhin sofort durchgeführte Bekletterung und Begutachtung der Pyramide ergab ein Schadensbild, das ein sofortiges Eingreifen erzwang.

 

Allein die Einrichtung der Turmbaustelle stellt in dieser Höhe (bis 116m) eine große Herausforderung da. Allem voran das Gerüst, das den fragilen Turm statisch nicht belasten darf und aus diesem Grund nahezu freitragend konstruiert ist.

Zunächst wurde die gesamte Oberfläche des Sandsteines durch Strahlen (Glaspudermehl) von Schmutzkrusten befreit, um danach eine detaillierte Bestandsaufnahme anzufertigen.

Selbst bei diesen vorbereitenden Maßnahmen sind wir auf trockenes und windarmes Wetter angewiesen. Ein Witterungsschutz in Form von Überdachungen oder seitlichen Wetterschutzfolien ist aus statischen Gründen nicht möglich.

Die Schadensbilder sind vielfältig: Abplatzungen, Rostsprengungen, Risse. Einige Krabben, die auf der Außenseite der Grate sitzen, aber auch Maßwerksteine, müssen erneuert werden, da sie stark verwittert sind.

 

Die notwendigen Sanierungsarbeiten sind grob in zwei unterschiedliche Methoden zu unterscheiden.

Entweder wird die originale mittelalterliche Bausubstanz erhalten und vorhandene Schäden restauratorisch beseitigt, d.h. die Steine werden gefestigt, Risse verpresst und die Oberfläche teilweise mit Steinersatzmaterial ergänzt. Diese Arbeiten müssen vor Ort ausgeführt werden und sind damit stark witterungsabhängig.

Oder der Stein ist schon so stark verwittert, dass eine Restaurierung nicht mehr möglich ist. In diesem Fall wird der Stein behutsam ausgebaut und detailgetreu in der Münsterbauhütte in Handarbeit neu geschlagen.

Hier besteht die große Herausforderung darin, die ausgebauten Steine nach unten zu transportieren und die neuen in dieser Höhe wieder einzubauen.

In jedem Falle handelt es sich um höchst anspruchsvolle Arbeiten. Unser Respekt und unsere Hochachtung gebührt mittelalterlichen Bauleuten, die ohne moderne technische Hilfsmittel ein solch grandioses Bauwerk geschaffen haben.

 

Da der Münsterturm stadtbildprägend das Wahrzeichen der Stadt darstellt, arbeitet die Münsterbauhütte mit Hochdruck daran, die Einrüstungszeit des Turmes so kurz wie möglich zu halten.

Sowohl die Erzdiözese als auch die Denkmalpflege haben ihre Bereitschaft zur außerplanmäßigen Unterstützung signalisiert. Dennoch sind wir auf weitere zahlreiche Freunde und Förderer dieses Kulturdenkmals angewiesen.

 

Die Dauer der Sanierungsarbeiten ist direkt abhängig von den finanziellen Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen.

 

Der Münsterbauverein hat Sonderkonten speziell und ausschließlich für die Erhaltung des Münsterturms eingerichtet.

 

Konto Nr.   18181818    Sparkasse Freiburg  BLZ 68050101

Konto Nr.   37373737    Volksbank Freiburg   BLZ 68090000

 

 

Vielen Dank!

 

 

 

Aktualisiert 20.08.2010