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Aus der Geschichte des Münsterbauvereins |
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Gegen Ende des 19. Jahrhunderts blieb der bedrohliche Bauzustand des Freiburger Münsters der Stadt Freiburg und seinen Bürgern nicht verborgen, doch gleichzeitig hatten persönliches Engagement für das Münster und die finanziellen Zuwendungen der Freiburger einen Tiefpunkt erreicht. Eine Gutachterkommission stellte die Schäden 1889 offiziell fest.
Da der Eigentümer des Freiburger Münsters - die Münsterfabrik, eine
mittelalterliche Stiftung - die finanziellen Mittel nicht aufbringen
konnte, rief der damalige Oberbürgermeister
Dem Verein schlossen sich spontan ca. 4000 Bürger an. Durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Vermächtnisse, vor allem aber durch das Ausspielen von Münsterbaulotterien wurde nach einigen Jahren ein solches Vermögen angesammelt, dass die Restaurierungsarbeiten aus den Zinserträgen finanziert werden konnten. Aus den Zinserträgen konnte auch die baugeschichtliche Forschung bestritten werden: Von 1905 bis 1919 wurden die Freiburger Münsterblätter herausgegeben, eine Zeitschrift zur Bau- und Kunstgeschichte des Freiburger Münsters; außerdem legte der Verein eine bedeutende Sammlung von ca. 3000 Gipsabgüssen von Architekturteilen und Plastiken des Freiburger Münsters an.
Die beiden Weltkriege führten zum wirtschaftlichen Niedergang des Freiburger Münsterbauvereins. Heute ist der Verein bei seiner Aufgabe, die Bauunterhaltung des Freiburger Münsters durchzuführen, weitgehend auf öffentliche Mittel angewiesen. Zuschussträger sind das Erzbistum Freiburg und das Land Baden-Württemberg, die sich jeweils zu einem Drittel an den Kosten beteiligen. Ein Sechstel übernimmt die Stadt Freiburg, das restliche Sechstel bringt der Münsterbauverein durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Vermächtnisse usw. auf. |
Aktualisiert 26.10.2010