Objekt des Monats November 2025

 
Durch die Bombardierung Freiburgs am Abend des 27. Novembers 1944 verloren 2797 Menschen ihr Leben. Ein großer Teil der Altstadt und weit darüber hinaus versank in Schutt und Asche. Wie durch ein Wunder ragte damals der Münsterturm beinahe unversehrt aus den Trümmern der Stadt und gab vielen Menschen Hoffnung und buchstäblich Orientierung. Das Freiburger Münster steht im Zentrum zahlreicher Fotoaufnahmen, die eindrücklich Zeugnis von dem Schrecken des Krieges ablegen.
 
"Der große Meyerhof“ von 1885 auf dem Grundstück zwischen Salz- und Grünwälderstraße wurde durch den Bombenangriff am 27. November 1944 entlang der Salzstraße zerstört. Die Aufnahme führt den Blick vorbei am scheinbar unversehrten Gebäudeteil in der Grünwälderstraße durch eine Schneise der ausgebrannten Häuser auf der Südseite des Münsterplatzes zum Freiburger Münster. Es hat dem Bombenhagel standgehalten und erhebt sich stolz unter dem kunstvollen Gasthausschild mit schmiedeeisernen Symbolen inmitten der Ruinen um den Münsterplatz.
Die Fotografie wurde vermutlich nach Kriegsende gemacht, denn die Baulücke rechts des Gasthofs dient als Parkplatz für Autos mit ausländischen (Schweiz und Frankreich?) Kennzeichen. Das Münsterdach ist bereits gedeckt und der Bauschutt der ausgebrannten Gebäude abgetragen.