Objekt des Monats April 2024
"Blühender Ginster"
Wilhelm Hasemann
Um 1910/1911
Ölfarbe auf Leinen
Als Dauerleihgabe im Augustinermuseum Freiburg (Inv.Nr. 12429)
Um 1910/1911
Ölfarbe auf Leinen
Als Dauerleihgabe im Augustinermuseum Freiburg (Inv.Nr. 12429)
Wilhelm Hasemanns „Blühender Ginster“ (Ölfarbe auf Leinen, 61,5 x 76 cm) stammt aus der Zeit um 1910/11 und wurde vom Münsterbauverein 1912 in einer Baden-Badener Kunstausstellung für die Lotterien zum Erhalt des Freiburger Münsters erworben. Zusammen mit anderen Schwarzwaldbildern aus der Gemäldesammlung des Münsterbauvereins befindet es sich als Dauerleihgabe im Augustinermuseum.
Hasemann (1850-1913) hatte Malerei in Berlin und Weimar studiert und gelangte eigentlich zufällig in den Schwarzwald. Um ein Werk von Berthold Auerbach „Die Frau Professorin“ zu illustrieren, reiste er auf dessen Rat nach Gutach ins Kinzigtal. Bis auf kurze Unterbrechungen verbrachte Hasemann sein gesamtes Leben in Gutach. Mit seinem Schwager Curt Liebich gründete er dort die Gutacher Malerschule.
Seine Motive fand Hasemann in der Landschaft und im Brauchtum des Schwarzwaldes. Durch die vielfach reproduzierten Illustrationen trug er dazu bei, dass sich ein bestimmtes Bild des Schwarzwaldes in der Welt verbreitete. Ein bekanntes Beispiel ist der Bollenhut, der traditionell nur in den vier Dörfern zu finden war und heute als Motiv weltweit mit dem Schwarzwald in Verbindung gebracht wird.
Seinen Gemälden ist anzusehen, dass sie im Freien entstanden. Es ist vor allem an der leuchtenden und lebendig wirkenden Farbigkeit zu erkennen. Auch die Licht- und Wetterstimmung, das durch Wolkenformationen strukturierte Himmelsbild und das Spiel von Licht und Schatten zeugen davon.



