Objekt des Monats November 2024
Zwei Fotografien
Die Bombardierung Freiburgs am Abend des 27. Novembers 1944 hinterließ ihre Spuren. Während das Münster selbst nahezu unzerstört stehen blieb, zeugen die Trümmer drumherum von den Ausmaßen der Verwüstung.
Die gezeigten Fotografien, welche im Kontext der Ausstellung „Sonst war es still. 1944 – Erinnerungen an die Bombardierung“ stehen, versinnbildlichen diese Ausmaße.
Direkt neben dem Münster ragt ruinenhaft und menschenleer, umgeben von Schutt und Asche eine Hausfassade in die Höhe. Das Münster selbst steht starr, mit neu gedecktem Dach wie ein Fels in der Brandung da.
Lässt man den Blick auf den Brunnen des Münstervorplatzes schweifen und konzentriert sich auf die ihn bekrönende Figur, entdeckt man diese auf der zweiten Fotografie wieder. Hinter einer Gruppe von Kindern, rechts vom Portaleingang des Münsters ragt sie in die Höhe.
Zerstörung und Trümmer führten auch zusammen, denn so zeigen es die Kinder, welche sich auf den zerbombten Bruchstücken versammelt haben. Nahezu unbeschwert und neugierig sitzen und stehen sie auf dem Schutt des eingestürzten Hauses. Sie stellen sich ihrem Schicksal und blicken in der Gegenwart mit diversen Erinnerungen auf diesen Tag zurück.
Im Zentrum aber und im Fokus der Betrachtung dieser Fotografien steht hier das Münster selbst, welches wie durch ein Wunder unversehrt durch die Wirren der Bombardierung glitt. Mit den historischen Fotografien von Egon Fehrenbach und Fritz Aly Egon bildet sich eine Erinnerung, welche unanfechtbar zur Geschichte des Freiburger Münster gehört. Sie zeigen mit welchen Maßnahmen und mit welchem Aufwand das Münster vor und nach der Bombardierung zu dem wurde, was wir heute kennen.




